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Europäischer Prostatatag: Männer sollten Vorsorgeuntersuchungen stärker nutzen

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Erfurt (lr). Die Thüringer Ministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie, Heike Werner (Die LINKE), hat anlässlich des Europäischen Prostatatags am 15. September Männer dazu aufgerufen, frühzeitig und regelmäßiger Vorsorgeuntersuchungen in Anspruch zu nehmen, teilte gestern das. Nach Informationen des Gemeinsamen Krebsregisters ist Prostatakrebs die häufigste Krebserkrankung bei Männern. Jährlich erkranken daran ungefähr 1.650 Männer in Thüringen (Durchschnitt der Jahre 2013 und 2014).

Gesundheitsministerin Werner sagte: „Die eigene Gesundheit sollte im Alltag vieler Männer eine größere Rolle spielen. In Thüringen nutzen Schätzungen zufolge etwa 40 bis 50 Prozent der Frauen die Möglichkeit von Vorsorgeuntersuchungen. Wenn dagegen nur 15 bis 20 Prozent der Männer zur Vorsorge gehen, besteht hier eindeutig Nachholbedarf. Ich appelliere daher an die Männer, bei einem Verdacht auf Erkrankungen frühzeitig den Arzt aufzusuchen. Es besteht kein Grund, dies aus Scham oder Eitelkeit nicht zu tun. Regelmäßige Vorsorge trägt dazu bei, beispielsweise Prostatakrebs frühzeitig erkennen und erfolgreich behandeln zu können.“

Informationen des Gemeinsamen Krebsregisters über Prostatakrebs in Thüringen:

  • An Prostatakrebs versterben pro Jahr durchschnittlich 370 Männer in Thüringen. Nach Lungen- und Darmkrebs ist er mit 10 Prozent aller Krebstodesfälle die dritthäufigste krebsbedingte Todesursache.
  • Wie fast alle Tumorleiden ist Prostatakrebs vorwiegend eine Erkrankung des höheren Alters. So sind mehr als die Hälfe aller Erkrankten zum Zeitpunkt der Diagnose älter als 70 Jahre. Nur ein Prozent der Prostatatumoren tritt bei Männern unter 50 Jahren auf.
  • Früh erkannt, bestehen bei Prostatakrebs gute Behandlungs- und Überlebenschancen. Bei einer Diagnose in einem frühen Stadium (Stadium I, II oder III) liegt in Ostdeutschland die relative 10-Jahre-Überlebensrate bei annähernd 100 Prozent. Das bedeutet, dass Prostatakrebspatienten mit diesen Stadien in den ersten zehn Jahren nach der Diagnose fast so gute Überlebenschancen haben wie die Allgemeinbevölkerung. Wird der Krebs erst im Spätstadium IV erkannt, in dem der Tumor bereits Metastasen in benachbarten Lymphknoten oder anderem Gewebe gebildet hat, verstirbt bereits ein Viertel aller Prostatakrebspatienten in den ersten beiden Jahren nach Diagnose an ihrer Erkrankung.
  • Durch die gute Prognose nimmt die Zahl der mit Prostatakrebs lebenden Menschen weiter zu. Ende des Jahres 2014 lebten in Thüringen 12.750 Männer, die in den vergangenen zehn Jahren die Diagnose Prostatakrebs erhielten. In der Altersgruppe der über 70-Jährigen waren es 8.760 Männer. Das sind ungefähr 5 Prozent aller Männer dieser Altersgruppe.

Hintergrund

Seit 2005 gibt es den Europäischen Prostatatag. Europäische Urologen- und Patientenverbände haben ihn ins Leben gerufen. An diesem Aktionstag wird alljährlich über Erkrankungen der Prostata sowie Präventions- und Therapieangebote öffentlichkeitswirksam informiert.

Das Gemeinsame Krebsregister (GKR) ist das bevölkerungsbezogene Krebsregister für die neuen Bundesländer und Berlin. Alle im Einzugsgebiet auftretenden Krebserkrankungen werden dort registriert und statistisch ausgewertet. Es hat seinen Sitz in Berlin und wird als nachgeordnete Einrichtung bei der Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales Berlin geführt. An der Führung des GKR wirken die beteiligten Länder durch einen Verwaltungsausschuss mit, dem je ein Vertreter der obersten Gesundheitsbehörde angehört.

Für Vergleiche mit dem Bundesdurchschnitt sind über die Website des GKR unter der Rubrik „Daten“ aktuelle Landesdatenblätter abrufbar (siehe dazu den Link unter http://www.berlin.de/gkr/dienstleistungen/daten/#land).

Für weitere Informationen und Details steht Roland Stabenow, Leiter der Registerstelle, Tel.: 030 56581-410, E-Mail: roland.stabenow@gkr.berlin.de, zur Verfügung.

Quelle: TMASGFF

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