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Peter-Wawerzinek copyright das GRAUFELD;

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Lesung mit Peter Wawerzinek in der Kulturbaustelle

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Suhl. Zu einer Lesung mit dem Ingeborg-Bachmann-Preisträger Peter Wawerzinek lädt die Kulturbaustelle in Suhl am 11. Dezember 2019 ein. In der Lesung liest Wawerzinek aus „Geisterfahrt durch Südschweden“ und dem Roman „Liebestölpel“.

Peter Wawerzinek trat im Sommer 2018 gemeinsam mit einem befreundeten Fotografen eine Reise nach und durch Südschweden an. Eine Ausstellung ist vorzubereiten, eine Band will besucht werden, und Freunden ist eine umfangreiche Lieferung an Alkoholika mitzubringen.

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Wer Wawerzineks Gabe zum Beobachten und Reflektieren kennt, der weiß auch um seinen in allem verborgenen Humor. Wie Wawerzinek, so auch sein Buch: ein gewitzter und verschmitzter Reiseroman, der viel über die Eigenheiten unserer schwedischen Freunde und des Landes verrät, ein sympathisch verstiegenes Licht auf einzelne Momente der Reise wirft und ganz unscheinbar einen Lesefluss entfaltet, der den Leser erst am Ende merken lässt, dieses Buch in einem Zug gelesen zu haben.

„Geisterfahrt durch Südschweden“ verursacht nicht nur ein großes Fernweh nach diesem Land, es wartet auch mit zahlreichen Farbfotografien Bernhard Freutels auf, die die Begegnungen, Orte und Freunde des Bachmann-Preisträgers illustrieren. „Geisterfahrt durch Südschweden“ ist, wenn man es mit Wawerzineks früheren Werken vergleicht, ein Ausnahmebuch, weil der Ernst des Lebens Platz macht für eine unglaublich liebenswerte Leichtigkeit.

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Über den tollpatschigen Versuch, mit der widerspenstigen Sache namens Liebe klarzukommen, dreht sich alles im Roman „Liebestölpel“. Peter Wawerzineks umwerfender Roman über Lebenslieben und -lügen, Familiensehnsucht und -flucht. Und über das Festhalten und Verschwinden. Erzählt in einer musikalisch-bildreichen Sprache, wie dies nur Peter Wawerzinek kann. »Die Liebe, ach Junge, besser du lässt die Finger davon«, hatte sein Opa ihn gewarnt, da war er gerade vierzehn. Menschen wie sie könnten da nur Schiffbruch erleiden. Wären sie Vögel, so der Opa weiter, dann würden sie zur Spezies der Trottellummen gehören. Trottellummen seien in der Luft grandiose Segler. Doch beim Landeanflug offenbare sich ihr eigentliches Problem: Da seien sie plötzlich unbeholfen, wirkten fast schon trottelig. Und das setze sich dann bei Paarung, Nestbau und Brutpflege nur noch fort. Trottellummen, so der Opa, neigten zu kompliziertem Beziehungsverhalten. Als der Opa dies erklärte, konnte der Ich-Erzähler in Peter Wawerzineks Roman Liebestölpel noch nicht wissen, dass er tatsächlich gerade kurz davor stand, seine erste amouröse Bruchlandung hinzulegen: Seine Kindheitsfreundin Lucretia, mit der er seit seinem dritten Lebensjahr fast jede Minute verbrachte, wird sich bald darauf lieber mit dem Fleischergesellen statt mit ihm treffen. Ja schlimmer noch, ohne jede Vorwarnung wird sie einfach von einem Tag auf den anderen verschwinden.

Beginn ist 19.00 Uhr, Karten sind an der Abendkasse und im Vorverkauf in der Kulturbaustelle erhältlich.

Text: Boris Dittrich; Foto: Das Graufeld

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