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Von Kohle, Erzen und dem längsten Tunnel der Welt: Bergbau-Themenwoche im MDR

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Leipzig. Der Bergbau ist Teil der DNA Mitteldeutschlands: Der MDR setzt vom 19. bis 25. Juli in seinen Angeboten eine Schwerpunktwoche zu(r) mitteldeutschen Bergbaugeschichte(n). Mit zahlreichen Dokumentationen, Livetalks und Radioreportagen steigt der MDR hinab in die Tiefen der Erde und schaut auf die Menschen und Ereignisse, die die Landschaft und Gemeinschaft der Reviere und Regionen geprägt haben und weiter prägen. Ein besonderer Höhepunkt: Die Dokumentation über den Rothschönberger Stolln, an dessen Planung schon Goethe mitgewirkt hatte, und heute Teil des UNESCO-Welterbe – zu sehen ab 19. Juli in der ARD-Mediathek.

Der Bergbau hat Mitteldeutschland seit Jahrhunderten geprägt. Traditionen haben sich entwickelt, Identitäten herausgebildet. Der Bergbau war und ist Treiber für Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur. Meißner Porzellan wäre ohne den Bergbau nicht denkbar, die Kunstschätze des Grünen Gewölbes in Dresden nicht finanzierbar und die Montanregion Erzgebirge heute kein UNESCO Welterbe.

Diese reiche Identitätsgeschichte erzählt der MDR jetzt in seinem aktuellen Themenschwerpunkt zum Bergbau. Es wird gezeigt, wo heute Bergbau-Tradition noch erlebbar ist.

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Ein Jahrhundertprojekt

Die MDR-Dokumentation „Jahrhundertbau im Untergrund – Der Rothschönberger Stolln“ erzählt die Geschichte des womöglich ambitioniertesten Bergbauprojekts des 18. Jahrhunderts. Als sich der Bergbau vor 300 Jahren rasant entwickelt, wird in Deutschland der Plan für den seinerzeit längsten Tunnel der Welt entwickelt. Der Rothschönberger Stolln in Sachsen ist seitdem eine Legende für die Bergleute im Erzgebirge. Große Persönlichkeiten wie Johann Wolfgang von Goethe und Alexander Humboldt waren an der Planung beteiligt. Die Bergarbeiter mussten schwierigen Bedingungen trotzen. Heute wird der Stolln von Ehrenamtlichen mit viel Engagement gepflegt. Die Dokumentation ist ab 19. Juli in der ARD-Mediathek zu sehen ist und läuft am 27. Juli, um 21 Uhr im MDR-Fernsehen.

Spuren des Bergbaus im Heute entdecken auf mdr-kultur.de und im Radio

Im Web auf mdr-kultur.de und in der MDR KULTUR-App geht es um Kulturorte in der Tiefe. Vorgestellt werden u.a. Bergbauorte zum Erwandern. „MDR KULTUR – das Radio“ erzählt, wie die Kunst bis heute vom Bergbau profitiert: u.a. wird die Kunstsammlung der Wismut SDAG vorgestellt und die durch Erzabbau finanzierten Schätze des Grünen Gewölbes. Die MDR KULTUR-Sommerserie ab dem 26. Juli führt dann zu Ausflugszielen, die der Bergbau geprägt hat.

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„Regionen im Wandel“: MDR KULTUR-Magazin „artour“ mit Sommertour

Am Donnerstag, den 22. Juli startet das MDR KULTUR-Magazin „artour“ seine Sommertour unter dem Motto „Regionen im Wandel“. Die erste Station „Kohle und Kultur“ führt zu den großen Tagebau-Seen des Leipziger Südraums. „artour“ fragt, ob diese ehemaligen Industriereviere bereits als Kulturlandschaft gelten können.

Schwerpunkt in der ARD-Mediathek

Die ARD-Mediathek wird die MDR-Themenwoche als Schwerpunkt aufbereiten. Dort ist unter anderem die Doku „Kalkwerk Lengefeld – Licht und Schatten im weißen Berg“ zu sehen. Darin wird erzählt, wie einst die Nazis hier wertvollste Gemälde der Dresdner Sammlungen versteckt hatten – Werke von Tizian, Rubens und Rembrandt – die schließlich als Beutekunst in den sowjetischen Museen von Moskau und Leningrad landeten.

Text, Fotos: MDR

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