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SRH gründet (einzige) Beratungsstelle für an Krebs Erkrankte und ihre Angehörigen in Südthüringen

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Krebs. Die Schockdiagnose wirft die allermeisten Menschen aus der Bahn und lässt sie mit vielen Fragen zurück. Ein Großteil davon ist medizinischer Natur. Andere betreffen den Umgang und das Leben mit der Erkrankung, die Wirkung der Diagnose auf Familie, Freunde und Kollegen. Existentielle Fragen und Sorgen, die im Kopf kreisen. Auf der anderen Seite: alltägliche Probleme, die gelöst werden müssen.
Diesen beiden Feldern widmet sich die Krebsberatung. Nach dem „Nationalen Krebsplan“ des Bundesgesundheitsministeriums erhalten alle Krebspatienten bei Bedarf eine psychoonkologische Versorgung im stationären und ambulanten Bereich. Gerade die ambulante Versorgung lag in Südthüringen für viele Jahre brach.

Versorgungslücke schließen

Mitte September hat das gemeinnützige SRH Zentralklinikum Suhl mit Unterstützung des GKV-Spitzenverbandes eine Krebsberatungsstelle für Südthüringen gegründet. Die einzige südlich des Rennsteigs. „Mit unserem neuen Angebot möchten wir eine echte Versorgungslücke in unserer Heimat schließen“, erklärt Klinik-Geschäftsführer Dr. med. Uwe Leder. Die Behandlung von Krebserkrankungen seien fester Bestandteil des medizinischen Portfolios im SRH Zentralklinikum Suhl, nun werde ein enges Netz zur ambulanten psychosozialen Betreuung von an Krebs Erkrankten und ihre Angehörigen aufgespannt. Im SRH Wald-Klinikum Gera betreibt die SRH bereits seit 2009 eine psychosoziale Beratungsstelle.

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Das Team der Beratungsstelle – Koordinatorin Nicole Bauersachs, Sozialpädagogin Sabine Berschneider und Psychologin Laura Schacht – sind für an Krebs Erkrankte und ihre Angehörigen da. „Kostenlos und ohne Zugangsbeschränkung, jeder kann sich an uns wenden“, erklärt Koordinatorin Nicole Bauersachs. Schon nach wenigen Monaten Tätigkeit ist das Team in der Region bestens vernetzt, hat Kontakt zu Selbsthilfegruppen, Medizinern, Krankenkassen, Behörden, Reha-Einrichtungen und vielen anderen geknüpft. „Wir fangen unsere Klienten auf, nehmen sie bei ihrem Weg an die Hand und öffnen gemeinsam mit ihnen Türen“, ergänzt Bauersachs.

„Wir sind auch für Familienangehörige da“

Kollegin Sabine Berschneider pflichtet ihr bei: „Was erstmal etwas abstrakt klingt, wird beim echten Klienten ganz konkret. Als Sozialpädagogin kümmere ich mich etwa um Schwerbeschädigtenausweise, unterstütze bei Anliegen mit der Krankenkasse, bei nötigen Rehabilitationsmaßnahmen, Berufs- oder Erwerbsunfähigkeitsrente sowie Wiedereingliederung in das Berufsleben. Alles rund um das Thema „Pflegegrade“ und alle Anliegen mit der Pflegekasse gehören auch zu meinen Beratungsleistungen. Außerdem stellt unsere Beratungsstelle bei Bedarf Kontakte zu Selbsthilfegruppen her. Wir sind auch für Familienangehörige in der Zeit der Erkrankung und darüber hinaus da.“

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Psychologin Laura Schacht ergänzt: „Eine Krebserkrankung ist für viele Betroffene ein wirklicher, fühlbarer Einschnitt in ihr bisheriges Leben. Ich unterstütze sie und auf Wunsch auch Angehörige bei der Auseinandersetzung mit der Erkrankung. Aber auch bei konkreten psychischen Problemen berate ich, helfe bei der Bewältigung von Stresssituationen und stehe ihnen bei Gedanken rund um Partnerschaft und Familie bei. Zur Bewältigung der Krankheit gehören Körper, Geist und soziales Wohlbefinden, davon bin ich überzeugt und dafür arbeite ich.“

Vertraulich und kstenfrei

Die neue Krebsberatungsstelle ist die einzige südlich des Rennsteigs. Alle Beratungen sind vertraulich und kostenfrei. Die Beratungsstelle hat ihren Sitz im neu gebauten „Zentrum für Altersmedizin“, in dem auch die Geriatrische Rehaklinik untergebracht ist. Es befindet sich direkt neben dem Suhler Klinikum in der Albert-Schweitzer-Str. 19. Die Beratungsstelle ist täglich zu erreichen unter Tel. 03681 35-6530 oder krebsberatung.zs@srh.de. Details zu Beratungsangeboten finden Sie auch unter www.zentralklinikum-suhl.de/

Hintergrund:

Das gemeinnützige SRH Zentralklinikum Suhl behandelt nahezu alle Krebserkrankungen. Eigene ambulante Sprechstunden, die enge Kooperation der Abteilungen im Klinikum untereinander sowie mit niedergelassenen Partnern zur medikamentösen Tumortherapie und Onkologie, eine pathologische Praxis zur Befundung von Tumoren direkt am Klinikum, die Herstellung von Krebsmedikamenten (Zytostatika) in der hauseigenen Apotheke sowie die strahlentherapeutische Nachsorge tragen zur guten und umfassenden Therapie von Krebserkrankungen im SRH Zentralklinikum Suhl bei.

Die Finanzierung von Krebsberatungsstellen wurden in diesem Jahr etwas vereinfacht, sodass 80 Prozent durch die GKV getragen werden. Offen ist, wann der Freistaat seinen Finanzierungsanteil i.H.v. 15 Prozent übernimmt. Für 5 Prozent ihrer Finanzen ist die Krebsberatungsstelle auf Spenden angewiesen.

Text: SRH; Foto: Pixaby

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