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Waldwildnis zum Anklicken: Neuer Internetauftritt präsentiert künftige Urwälder Thüringens

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Siegesmund: „Angebot zeigt Schönheit und Vielfalt der Urwälder von morgen und macht Lust auf einen Besuch“

Erfurt (lr). Das neue Online-Portal www.naturwaldwandel.de informiert jetzt über alle künftigen Urwälder Thüringens. Mit interaktiver Karte gelangen Interessierte mit Smartphone oder PC zu den Steckbriefen der insgesamt 120 Waldflächen, die im Rahmen der 5%-Einigung aus der fortwirtschaftlichen Nutzung genommen werden. Neben Zahlen, Daten und Fakten veranschaulichen zahlreiche Bilder die Besonderheiten der Gebiete.

„Wälder ihrer eigenen Entwicklung zu überlassen, gibt uns und nachfolgenden Generationen die Möglichkeit, natürliche Prozesse und mehr Artenvielfalt zu erleben. Sauberere Luft, gutes Trinkwasser und CO2-Speicherung für den Klimaschutz, vom Wald profitieren alle. Auf der neuen Internetseite wollen wir zeigen, wo die Urwälder von morgen in Thüringen entstehen und welche Naturvielfalt schon heute zu finden ist,“ sagt Umweltministerin Anja Siegesmund.

Den Kern des Angebots bildet eine interaktive Karte, von der aus die Besucherinnen und Besucher zu den einzelnen Flächen gelangen. Zu finden sind die bekannten großen Waldwildnisflächen wie der Nationalpark Hainich, die Kernzonen der Biosphärenreservate Thüringer Wald und Rhön, der Possen oder die Hohe Schrecke. Aber auch Flächen des sogenannten Nationalen Naturerbes wie der Pöllwitzer Wald und die zahlreichen weniger bekannten künftigen Urwälder werden detailreich vorgestellt. Die kleineren Gebiete beispielsweise bei Sonneberg, im Schwarzatal oder im Reinstädter Grund sind in unterschiedlicher Größe über ganz Thüringen verteilt. Insgesamt werden 26.187 Hektar in Thüringen künftig ohne Zutun des Menschen natürlich wachsen.

Die Internetseite wird vom Thüringer Landesamt für Umwelt, Bergbau und Naturschutz betrieben und soll künftig parallel auf jedem Smartphone über die App „Meine Umwelt“ nutzbar sein.

Hintergrund:

Die „Waldgebiete ohne forstliche Nutzung“ – wie sie offiziell laut Thüringer Waldgesetz heißen – wurden im Dezember 2018 von der Thüringer Landesregierung beschlossen. Damit wurde das im Koalitionsvertrag enthaltene Ziel, mindestens 5 % des Waldes in Thüringen dauerhaft aus der forstwirtschaftlichen Nutzung zu nehmen, umgesetzt. So wird Thüringen seiner Verantwortung zur Umsetzung der Nationalen und der Thüringer Strategie zur Erhaltung der biologischen Vielfalt gerecht.

In diesen forstlich ungenutzten Wäldern wird zukünftig die Säge ruhen. Darüber hinaus sollen diese für die Öffentlichkeit zugänglich und erlebbar bleiben und auch für die Umweltbildung genutzt werden. Mit der Internetpräsentation dieser Flächen soll nun eine breite, interessierte Öffentlichkeit angesprochen werden, um die konkreten Flächen und deren Besonderheiten vorzustellen sowie ihre genaue Lage zu zeigen.

Text: TMUEN; Archivfoto Vessertal: Thomas Dreger

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