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Deutsch-Polnischer Journalistenpreis 2022: MDR freut sich über Sonderpreis

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Die MDR-Fernsehreportage „Zoff im Tagebau Turow – Gräbt Polen anderen das Wasser ab?“ ist am Donnerstag bei den Deutsch-Polnischen Medientagen in Görlitz mit dem Sonderpreis „Journalismus in der Grenzregion“ ausgezeichnet worden.

Für die TV-Reportage ,,Zoff im Tagebau Turow – Gräbt Polen anderen das Wasser ab?“ erhält Bettina Wobst (Redaktion Osteuropa und Dokumentationen) 2022 den Deutsch-polnischen Journalistenpreis.

Die Journalistin Bettina Wobst erzählt in ihrer Reportage „Zoff im Tagebau Turow – Gräbt Polen anderen das Wasser ab?“ über Fluch und Segen des riesigen Kohle-Tagebaus Turow im Dreiländereck. Während man in Polen um Arbeitsplätze bangt, macht den Menschen in der tschechischen Nachbarregion der sinkende Grundwasserspiegel zu schaffen –und im sächsischen Zittau sorgt man sich um die Bodenstabilität. Zu sehen war die TV-Reportage in der ARTE-Reportagereihe „RE:”. Aktuell ist sie in der ARTE-Mediathek abrufbar.

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Der Film erzähle vor allem von der Suche nach Verständigung und sei Inspirationsquelle für alle, die in der Grenzregion leben und arbeiten, hieß es in der Laudatio. „Im Vordergrund steht nicht so sehr der Tagebau Turow, sondern vielmehr das Leben im Dreiländereck im Schatten des Konfliktes.“ Zudem sei die Reportage auch eine Geschichte über den Lokaljournalismus in der Grenzregion, „dessen Rolle immer noch unterschätzt wird und der sehr wichtig immer da ist, wo Sprachen, Kulturen und gegensätzliche Interessen aufeinandertreffen“, so die Laudatorin Alicja Rucińska.

Der durch den Freistaat Sachsen gestiftete Sonderpreis in der Kategorie „Journalismus in der Grenzregion“ wurde von Staatsminister für Bundesangelegenheiten und Medien, Chef der Sächsischen Staatskanzlei, Oliver Schenk überreicht.

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Insgesamt waren in diesem Jahr 183 Beiträgen für die Kategorien Print, Hörfunk, Fernsehen, Multimedia und „Journalismus in der Grenzregion“ eingereicht worden. Der MDR war mit fünf Produktionen nominiert.

Vergeben wird der Preis von der Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit, der Zeit-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius, den Bundesländern Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen sowie den polnischen Woiwodschaften Westpommern, Lebuser Land und Niederschlesien. Seit 2013 erinnert der Preis mit seinem Namen an den damals gestorbenen Publizisten, Bürgerrechtler und ersten demokratisch gewählten Premier Polens nach der Wende, Tadeusz Mazowiecki. Das Preisgeld in jeder Kategorie beträgt 5.000 Euro.

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