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Corona setzt Industrie zunehmend unter Druck – Lage dramatisch

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IHK Südthüringen veröffentlicht Ergebnisse einer Blitzumfrage / Signifikante Umsatzrückgänge für 70 Prozent der Unternehmen / Ein Drittel schließt Betriebsteile / Trotz Kurzarbeit Stellenabbau erwartet / Thüringer IHKs fordern spezielle Landeshilfen für die Industrie

Suhl. Die Corona-Krise erfasst zunehmend die Industrie. Eine aktuelle Blitzumfrage der Industrie- und Handelskammer Südthüringen (IHK) zeigt signifikante Umsatzrückgänge für sieben von zehn Unternehmen. Viele Unternehmen sind bereits in Kurzarbeit, ein Viertel muss Stellen abbauen. Die Thüringer IHKs fordern daher die Ausweitung der Unterstützung durch das Land. Die Industrie ist umsatz- und beschäftigungsseitig der größte und wichtigste Wirtschaftszweig Südthüringens.

Die Corona-Krise äußert sich vor allem durch einen Rückgang der Nachfrage für 60 Prozent der Unternehmen und die Stornierung von Aufträgen für 42 Prozent. Erhebliche Sorgen bereitet außerdem, dass ein Ende der Pandemie nicht absehbar ist. Jedes zweite Unternehmen beklagt die fehlende Planungssicherheit. Insgesamt berichten 87 Prozent der Unternehmen von einer akuten Betroffenheit durch die Corona-Krise. Hierbei bestehen nur geringe Unterschiede zwischen den einzelnen Industriezweigen.

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Die Folge sind signifikante Umsatzrückgänge für 70 Prozent der Industriebetriebe. Mehr als ein Viertel dieser Unternehmen beziffert den Umsatzrückgang auf zwischen 25 Prozent und 50 Prozent. Mehr als zehn Prozent müssen sogar Umsatzrückgänge von 50 Prozent und mehr verkraften. Die Lage ist dramatisch. 31 Prozent der Unternehmen bereiten die Schließung von Betriebsteilen vor oder haben entsprechende bereits vorgenommen. 40 Prozent nutzen die Kurzarbeit, wobei in diesen Betrieben durchschnittlich jeder zweite Mitarbeiter betroffen ist. 24 Prozent erwarten, dass sie sich infolge der Einbußen von Mitarbeitern trennen müssen.

„In Thüringen besteht eine gravierende Förderlücke für Unternehmen mit 50 und mehr Beschäftigten. Die meisten davon sind Industriebetriebe. Neben dem Kurzarbeitergeld gibt es für diese Betriebe, abgesehen von Krediten, keine Unterstützung. In etlichen anderen Bundesländern sind liquiditätsstabilisierende Zuschüsse für Unternehmen mit bis zu 250 Mitarbeitern vorgesehen. Thüringen muss dringend nachziehen, um der Industrie als wertschöpfungsstärkster Branche eine Perspektive zu geben“, fordert Dr. Ralf Pieterwas, Hauptgeschäftsführer der IHK Südthüringen.

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In einem Schreiben an Wirtschaftsminister Tiefensee fordern die Thüringer IHKs daher eine Soforthilfe in Form eines nichtrückzahlbaren Zuschusses in Höhe von bis zu 60.000 Euro für Betriebe mit 51 bis 100 Mitarbeitern. Vergleichbare Zuschüsse bieten heute bereits die Bundesländer Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern. Für Betriebe mit 101 bis 250 Mitarbeitern treten die IHKs für ein die Eigenkapitalbasis stärkendes Nachrangdarlehen mit qualifiziertem Rangrücktritt von bis zu 600.000 Euro ein. Für die Betriebe mit weniger als 50 Beschäftigten, die weiterhin durch die Erlasse der Landesregierung geschlossen sind, sollte zügig eine zweite Tranche der bewährten Thüringer Soforthilfe aufgelegt werden.

Zur Information: Die Blitzumfrage der IHK Südthüringen fand vom 16. bis 20. April 2020 unter 1.074 repräsentativ ausgewählten Südthüringer Industriebetrieben statt. Die Rücklaufquote beträgt 22 Prozent. Die Industrie ist der bedeutendste Wirtschaftszweig Südthüringens, in der mit 32 Prozent der Beschäftigten 34 Prozent der Wertschöpfung entstehen. Hinsichtlich des steuerbaren Umsatzes entfallen sogar 49 Prozent auf die Industrie.

Text: IHK Südthüringen, Katja Hampe; Archivfoto: Thomas Dreger

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