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Neustart auf dem Bildungscampus BTZ Rohr-Kloster

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Suhl/Rohr. Auszubildende, Mitgliedsunternehmen, Meisterschüler, Ausbilder und Mitglieder der Prüfungsausschüsse können wieder aufatmen. Seit 11. Mai dürfen nach acht Wochen vollständiger Schließung die ersten ausgewählten Teilnehmer auf dem Bildungscampus BTZ Rohr-Kloster der Handwerkskammer Südthüringen wieder an Lehrgängen teilnehmen. Ab dem 25. Mai werden die ersten Überbetrieblichen Lehrunterweisungen neu starten. Oberstes Gebot sind dabei Sicherheit und Hygiene. Für das gesamte Gelände, jede einzelne Maßnahme und die Abläufe auf dem Bildungscampus gelten besondere Bestimmungen und Vorschriften. Die Grundlage dafür bietet ein einheitliches Corona-Konzept für den Bildungscampus BTZ Rohr-Kloster, zu dem der Geschäftsführer Bildungscampus BTZ Rohr-Kloster und Gewerbeförderung, Alexander Ladwig, Auskunft gibt.

Was wurde im BTZ  alles vorbereitet, damit  schrittweise der Ausbildungsbetrieb und die Prüfungen nach der Schließung am 20. März wieder an- und  ablaufen können?

Seit einigen Wochen sind wir in der Überarbeitung der grundlegenden Hygieneregeln und des bereits bestehenden Hygieneplans. Wir haben die Reglementierungen und Hinweise zum besonderen Infektionsschutz auf Grundlage von Covid-19 aufgenommen und neue Maßnahmen angesetzt bzw. bestehende ausgebaut. Davon betroffen sind insbesondere die Werkstätten, Trainingszentren und Theorieräume. Hier wurde neben der Installation von zusätzlichen Desinfektionsstationen auch die Einrichtung gemäß der Abstandsregelung angepasst.

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Welche Hygienemaßnahmen gelten? Worauf müssen sich die Teilnehmer einstellen?

Eine Maskenpflicht gilt für alle Bereiche, in welchen kein definierter Abstand gehalten werden kann. Das gilt für den Aufenthalt in Gebäuden, die Ausnahme bildet der eigene Lernplatz im Unterrichtsraum. Die Teilnehmer sind dazu angehalten, ihre eigene Schutzausrüstung und einen Mund- und Nasenschutz mitzubringen. Alle Informationen zu den Hygiene- und Verhaltensregeln hängen am Campus aus, sind im Internet abrufbar und gehen jedem Teilnehmer mit der Einladung zu. Wir vertrauen auch auf das Verständnis und die Achtsamkeit jedes Einzelnen und auf die Berücksichtigung von Handhygiene, dem besagten Mund- und Nasenschutz sowie der Einhaltung der Abstandsregelungen.

Welche Gruppen waren die ersten, die nach der mehrwöchigen Pause im BTZ Rohr-Kloster begonnen haben?

Wir haben zunächst am 11. Mai mit den ersten unterbrochenen Meisterkursen sowie dem Betriebswirtstudiengang gestartet. In der Erstausbildung durfte nur für die Abschlussjahrgänge geplant werden, dies erfolgte in terminlicher Abstimmung mit den Berufsschulen. Die Gruppen wurden zur Gewährleistung der Abstandsregelung verkleinert. In einigen Fällen werden Kurse geteilt und parallel durchgeführt.

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Wie geht es weiter?

Ab dem 25. Mai werden die ersten Überbetrieblichen Lehrunterweisungen wieder starten. Die Meisterausbildung lief ja bereits am 11. Mai wieder an, weitere Studiengänge sowie Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen werden wir immer mit Blick auf die Infektionsschutzbedingungen und die Machbarkeit ebenfalls ab dem 25. Mai wieder anbieten. Aktuelle Informationen sind auf der Homepage eingestellt, und das Team  Bildungsservice steht für Fragen bereit.

Bauen Sie das Angebot der Online-Kurse aus?

Der Bildungscampus arbeitet bereits seit geraumer Zeit mit dieser Art des Wissenstransfers, und wir werden unsere Angebote diesbezüglich ausbauen. Der Lock-Down hat gezeigt,  wozu die Digitalisierung im Stande ist. Uns ist bewusst, dass die Aus- und Weiterbildung über Online-Kanäle durchaus Grenzen hat. Insbesondere als praxis- und technologieorientiertes Aus- und Weiterbildungszentrum kann man das Vermitteln von Fähigkeiten und Fertigkeiten im Erleben und Erlernen nicht gänzlich auf den Bildschirm verlagern. Jedoch birgt das E-Learning gerade in den theoretischen Bereichen enorme Potentiale. Dies nicht zuletzt auch für die Teilnehmer. Insbesondere die Möglichkeit zur zeitlichen Eigenorganisation des Lernens steigt mit den Online-Formaten deutlich an, der Gesamtaufwand für die Kursteilnehmenden sinkt signifikant.

Wie ist der Unterrichts- und Prüfungsverlauf geregelt? Wie werden die Pausen unter Corona-Auflagen organisiert? Ist die Mensa mittags geöffnet?

Pauschale Kurs- und Prüfungsabläufe gibt es nicht.  Für jeden Kurs und jede Prüfung müssen individuelle Konzepte erarbeitet werden, die den inhaltlichen und technischen Anforderungen gerecht werden. Auch die Pausengestaltung sieht anders aus als üblich. So werden wir für die einzelnen Kurse zeitliche Pausenregelungen schaffen, das Angebot der Mensa wurde angepasst.

Wie werden die Teilnehmer und die Mitgliedsunternehmen über den Ablauf der Prüfungen informiert? Nach wie vor kann sich die Lage immer noch schnell ändern.

Alle Kursteilnehmer bekommen, wie bisher auch, individuelle und umfängliche Information zum Ablauf der Kurse.  Bei Prüfungen erfolgt die Information über den jeweiligen Prüfungsausschuss.

Steht den Teilnehmern das Internat für Übernachtungen zur Verfügung?

Die Internate sind von den Regelungen auf Grundlage von Covid-19 ebenso betroffen, wie der Lehrgangsbetrieb an sich. Auch hier wird es durch zwingende Einzelzimmerbelegung zu Minderkapazitäten kommen, welche wir durch eine optimierte Kursplanung versuchen, weitgehend zu umgehen.

Titelbild: Alexander Ladwig und die Hauptgeschäftsführerin der Handwerkskammer Südthüringen, Manuela Glühmann, auf dem Bildungscampus BTZ Rohr-Kloster.
Text/Foto: HWK, André Kudernatsch

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