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Orkan Sabine verlief in Wäldern des Freistaates glimpflich

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Eine genaue Schadenshöhe durch den Orkansturm kann erst in den nächsten Tagen taxiert werden. Gefahren- und Hindernisbeseitigung stehen bei ThüringenForst jetzt im Vordergrund

Erfurt (hs). Die befürchteten massiven Schäden durch Orkansturm Sabine in Thüringens Wäldern blieben zumindest bisher aus. Ein erster Überblick zeigt, dass der Winterorkan deutlich geringere Schäden angerichtet hat, als die Stürme Friederike 2018 oder Kyrill 2007. Und dies, obwohl Orkan Sabine die Thüringer Wälder zu einem denkbar schlechten Zeitpunkt erwischt hat: Viele der Bäume sind durch zwei Jahre Dürre und Trockenheit geschwächt. Zudem boten die in den vergangenen zwei Jahren entstandenen Kahlflächen ideale Angriffspunkte für den Sturm. Dort hat es auch entsprechende Schäden in der Nacht von Sonntag auf Montag gegeben.

Viele Schäden werden erst in Wochen oder Monaten sichtbar

„Viele Schäden werden aber erst in den nächsten Wochen und Monaten sichtbar. Die Orkanböen haben kräftig an den Bäumen gerüttelt und ihr Feinwurzelsystem geschädigt“, so Volker Gebhardt, ThüringenForst-Vorstand. Während vitale Bäume dies ertragen, kann dies für geschwächte Bäume das Todesurteil bedeuten. Nach wie vor herrscht große Gefahr durch umstürzende Bäume und herabfallende Äste. Die Landesforstanstalt bittet deshalb dringend darum, die Wälder auch in den nächsten Tagen nicht zu betreten.

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Sturmschadensbeseitigung ist die gefährlichste Forstarbeit

Die Forstwirte der Landesforstanstalt sind angewiesen, zunächst Gefahrenherde und Hindernisse zu beseitigen, um zügig wieder ein sicheres Betreten der Wälder zu ermöglichen. Über Waldwege gestürzte Bäume sind zu entfernen, angeschobene und damit instabile Nadel- und Laubhölzer müssen umgesägt werden. Diese Arbeiten zählen zu den gefährlichsten Aufgaben in der Forstwirtschaft und müssen von erfahrenen Forstwirten mit Umsicht und viel Routine erledigt werden. Wo irgend möglich, werden hierfür Forstspezialmaschinen eingesetzt, um die Aufarbeitung bei größtmöglicher Sicherheit für das ThüringenForst-Personal auszuführen.

Bodentrockenheit hat tieferwurzelnden Bäumen mechanische Stabilität gegeben

Während die Regenereignisse der letzten Wochen und Monate den Oberboden der Wälder durchfeuchtet haben, ist in tieferen Schichten immer noch Trockenheit feststellbar. Dies mag zumindest tieferwurzelnden Bäumen eine gewisse mechanische Verankerung und damit Stabilität gegen die Kräfte des Sturmes ermöglicht haben.

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Titelbild: Solche „angeschobenen“, höchst instabilen Bäume sind ein Gefahrenherd, der nach derartigen Sturmereignissen dringend beseitigt werden muss.
Text/Foto: ThüringenForst, Dr. Horst Sproßmann

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