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Kleine Drüse, große Auswirkungen: Schilddrüsen-Zentrum lädt zum Vorsorge-Screening

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Den meisten Menschen fällt gar nicht auf, dass es sie gibt. Sie bemerken die schmetterlingsförmige Drüse unterhalb des Kehlkopfes ein Leben lang nicht. Bei anderen bringt sie das ganze Leben durcheinander. Um über die Bedeutung der Schilddrüse und ihre Funktion aufzuklären, lädt das Schilddrüsen-Zentrum im SRH Zentralklinikum Suhl zu einem Screening ein.

Suhl. „Von der Schilddrüse werden Hormone produziert, die den Stoffwechsel im menschlichen Körper mit steuern“, erklärt Chefärztin Dr. Sabine Presser. „Manche Erkrankungen der Drüse sorgen dafür, dass zu wenige oder zu viele Hormone ausgeschüttet werden. Das spüren unsere Patienten sehr deutlich.“

Bei einer Unterfunktion der Schilddrüse verlangsame sich der Stoffwechsel im Körper. Die Folge können eine rasche Gewichtszunahme, schnelles Frieren und Abgeschlagenheit sein. Auch Gedächtnisschwäche, Haarausfall, vermehrte Ödeme, Verstopfungen oder eine depressive Stimmungslage zählen zu den Anzeichen einer Schilddrüsen-Unterfunktion. Schüttet die Schilddrüse zu viele Hormone aus, sind etwa übermäßiges Schwitzen, innere Unruhe, Durchfall und Gewichtsverlust trotz größerem Appetit die Folge. Sowohl die Über- als auch die Unterfunktionen der Schilddrüse können zu einer Vergrößerung des Organs führen. „Die bekannten Bilder von Menschen mit einem richtigen ‚Kropf‘ gehören allerdings weitgehend der Vergangenheit an“, weiß die Chefärztin. Dennoch könne es bei einer Vergrößerung des Organs zu Knötchenbildung kommen, die ein Druckgefühl im Hals oder gar Schluckbeschwerden verursachten.

„In unserem Schilddrüsenzentrum untersuchen wir das Organ und seine richtige Funktion ganz genau. Bei einer Über- oder Unterfunktion können wir und unsere Kollegen aus der Nuklearmedizin oftmals zu einer medikamentösen Therapie raten. Sollten sich bereits Knoten gebildet haben, ist eine Operation meistens die Therapie der Wahl, um die Lebensqualität unserer Patienten wieder herzustellen“, so die Chefärztin.

Im Rahmen des Schilddrüsen-Screenings am 6. November 2019 von 13:00 – 17:00 Uhr haben rund 60 Patientinnen und Patienten die Möglichkeit, ihre Schilddrüse schmerzfrei von Fachmedizinern per Ultraschall beurteilen zu lassen. Da das Screening-Verfahren einige Zeit in Anspruch nimmt, ist eine Voranmeldung (bis 25. Oktober) unbedingt unter Telefon 03681 35-5240 erforderlich. Während des Screenings wird die Größe der Schilddrüse beurteilt und eventuelle Unregelmäßigkeiten in dem Organ unter die Lupe genommen. „Das bietet sich vor allem für all jene an, die eines der oben genannten Symptome beobachten“, so Dr. Presser. Wenn nötig, wird eine weiterführende Diagnostik empfohlen.

Titelbild v.l.n.r.: Oberarzt Dr. Thomas Schneider (Nuklearmedizin), Chefärztin Dr. Sabine Presser (Chirurgie), Oberärztin Stephanie Hahnemann (Chirurgie), Oberarzt Dr. Attila Hudak  (Chirurgie); beim Screening außerdem dabei Dr. Carolin Zachert (Nuklearmedizin).
Text/Foto: SRH, Christian Jacob

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